München, „Selber Singa im Fraunhofer“ mit Hermann Geyer

Di.21Jul.19:00München, „Selber Singa im Fraunhofer“ mit Hermann Geyer„Übern See umi, da schick i ihr an Gruaß“München, Fraunhofer, "Kulisse" im HinterhofAutokennzeichen der RegionMRubrikOffenes Singen

Zeit

21. Juli 2026 19:00

Ort

München, Fraunhofer, "Kulisse" im Hinterhof

Fraunhoferstraße 9, 80469 München, München, BY 80469, Deutschland, München, BY 80469, Deutschland

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Details der Veranstaltung

Liebe Singerische und Sing-Neugierige,

„übern See ko i net umischwimma“ – aber samt den ausgesandten Tauben fliegt sein Herz dennoch ihr zu. Im Sommer erfrischen uns Gesänge rund ums Wasser: vom lauten Ruf zum „Überführn“ ans andere Ufer über das Zwiegespräch des Fischers mit dem „Fischerl im Grund“, das er wieder freilässt, bis zum „Fahrn auf ’n Wasser“ der Schiffleut’ und Flößer, das mindestens so gefährlich ist „wia des Schlafa bei ’n Deandl, wann da Baua reikimmt“. Wie anders klingt da: „Is scho still um an See“ – der klagende Ruf einer Dommel im Schilf rührt an den Schmerz verlorener Liebe: „liegt a Ringerl ba ’n Bod’n, kann ’s net aufabringa“ …

„Die haohi Alm wird aa schon grean“ – Sommer ist Almzeit. Für viele, die heute da bewusst ein einfaches Leben mit einer natur- wie lebensverbundenen Arbeit suchen, oft die schönste, wertvollste Zeit im Jahr. Auch singerisch ist es eine der reichsten, ‚glücklichsten‘ Jahreszeiten. Nicht von ungefähr haben das Juchizen und Jodeln hier starke Wurzeln: In einem Rufen – mehr denn ‚Singen‘ – das weit über Höhen und Almen trägt. In dem oft eine Verständigung und das Jauchzen, ja geradezu Hinausschreien der Lebensfreude nicht voneinander zu trennen sind. Wo die Schönheit manch archaischer Klänge gerade in einer ungeschönten Rauhheit und Herbheit liegt – und einer inneren Verbundenheit derer, die da jodeln …

„Unter d’r Lind’n bin i g’sess’n“. Und je nach Variante „kimmt a scheens Dianei“ oder „Büabei“ her. Ein womöglich verwunschner Baum als Hort verzaubernder Begegnung zwischen Menschen – auf Zukunft, wer weiß? Die jüngste Hitzeglut lässt uns einmal mehr spüren, dass Bäume weit mehr sind als bloßes ‚Holz‘ oder ‚Nutzpflanzen‘. Vielmehr – für sich wie für uns – kostbarste, Leben schützende, bergende und spendende Lebe-Wesen. Die Alten verehrten in ihnen Geister, Nymphen, Baumgottheiten und ‚wussten‘ darin wohl mehr von der Bedeutung solch ‚heiliger Orte‘ für das Leben als wir Heutigen. Wie es auf seine Weise auch der Sänger Walther von der Vogelweide besingt in seinem Lied: „Unter der Linden …“

Lasst uns gerade in vielfältig belasteten Zeiten im Singen und Jodeln
einander gegenseitig und uns selber von Herzen Lebensfreude schenken!

Herzliche Einladung!

Hier erhalten Besucher Infos oder Karten (Ansprechpartner, Telefon, E-Mail, Website)

Offen für alle – Eintritt frei!

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